Korsika Trauminsel im Mittelmeer

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Sportliche Aktivitäten und Abenteuerurlaub auf Korsika: Klettertour in den Cascades de Lecelulline



Aus Cervione kommend,
befinden wir uns auf der Corniche de la Castagniccia
und nähern uns zwei der nur wenigen Straßentunnel auf Korsika.
Vor dem ersten Tunnel ...
Tunnel auf Korsika ... stellen wir unser Auto ab und genießen erst einmal die Aussicht ... Tunnel auf Korsika Tunnel auf Korsika


... werfen einen Blick auf den weiteren Verlauf der Straße und den zweiten Tunnel, bevor wir zu Fuß durch den kurzen Tunnel gehen, hinter dem sich die Cascades de Lecelulline befinden, ...
Tunnel auf Korsika ... in denen gerade eine deutsche Gruppe von Kaskadenkletterern unter korsischer Führung unterwegs ist ... Klettertour in den Cascades de Lecelulline Klettertour in den Cascades de Lecelulline
Klettertour in den Cascades de Lecelulline Klettertour in den Cascades de Lecelulline Klettertour in den Cascades de Lecelulline Klettertour in den Cascades de Lecelulline ... den weiteren Verlauf der Abseilaktionen können Sie in den Videos auf Youtube verfolgen ...

Klettertour in den Cascades de Lecelulline (Video 1)
Klettertour in den Cascades de Lecelulline (Video 2)
Klettertour in den Cascades de Lecelulline (Video 3)
Klettertour in den Cascades de Lecelulline (Video 4)
Klettertour in den Cascades de Lecelulline (Video 5)

Veröffentlichung der Bilder und Videos nach Rücksprache mit den Teilnehmern der Gruppe im Juli 2008



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Reisebericht 2005 von Steffi und Ralf


Und wieder mal ein Reisebericht, ein etwas anderer diesmal.

 

Nicht etwa aufgrund der Tatsache, dass es sich um unsere Hochzeitsreise handelte, und wir allein deshalb eine ganz wunderbare Erinnerung an diese Insel behalten werden. Auch nicht weil wir diesmal immer nur Bungalows mieteten und so nicht einmal in den Genuß echter Campingfreuden oder Leiden des Zeltens kamen. Nicht etwa, weil das Urlaubsziel halt scheissteuer ist, die Anreise auch, und zudem einer gewissen Planung bedarf, wenn man nicht gerade hingefahren oder geflogen wird und auch nicht, da sich aufrund politischer Ungereimtheiten unsere Abreise bestimmt verzögert hätte. Ist schon eigenartig, wenn man solcher Unabhängigkeits-bestrebungen im sog. vereinten Europa teilhaftig wird.

Neeee, weil (Zitat R. Goscinny):

 „Sie gehört zu den bevorzugten Fleckchen der Erde, die Eigenart, sogar Persönlichkeit besitzen, denen weder Zeit noch Menschen etwas anhaben können.“

… und noch viel viel mehr. Jedem wissenden Asterix-Leser sollte aufgefallen sein, es ist:

 

KORSIKA

 

Da Hochzeitsreisen ja etwas besonderes sein sollten, entschieden wir uns halt gegen das Honeymoon-Komplett-Paket in Bali oder Domrep. Auch die Tatsache, dass Korsika den einen oder anderen FKK-Campingplatz beherbergt, war zwar nicht ausschlaggebend, erleichterte uns aber das Anti-Bali-Voting.

Internet-Recherchen, Baedeker, Tipps von Bekannten und nicht zuletzt Ralfs Erfahrungen, die zwar etwas angestaubt, aber immer noch wahnsinnig lebendig waren, taten ihr übriges.  

Was jetzt folgt sind wie immer subjektive Eindrücke, welche vielleicht etwas zu emotional erscheinen. Egal!

 

Wir wollen auch nicht lang rumnerven mit Standesamt und Party und so, und auch nicht mit der Tatsache, dass man, um per Schiff auf eine Mittelmeerinsel zu gelangen, zunächstmal ans Mittelmeer fahren muss, und beginnen so in Savona (ca. 35 km westlich von Genua). Von hier aus geht, soweit uns bekannt ist, die einzige Nachtfähre der Firma Corsicaferries nach Bastia oder Calvi. Wer mehr wissen will:

http://www.corsicaferries.com

Es existieren natürlich auch noch andere Fährlinien, wie z.B. Mobylines, welche die Insel ansteuern (wir haben aber keinen Bock, hier alles zu verlinken).

Ist nicht nötig, eine Kabine an Bord zu mieten, da man fast überall per Schlafsack nächtigen darf. Auf der Hinfahrt hielten wir es ebenso wie viele andere der preissbewussten Passagiere, legten uns aber dummerweise exakt vor die bordeigene Parfümerie und hatten beide Albträume vom Chanel-Monster und dem schmalschultrigen Zopfzombie. Auf der Rückreise mieteten wir eine Kabine, nicht nur wegen o.g., doch dazu später mehr.

Die Nachtfahrt ist jedenfalls sehr zu empfehlen: Wir fuhren nach Bastia, und da die Sonne bekanntlich im Osten aufgeht, wurden wir bei der Ankunft mit einem herrlichen Blick auf die Küste im Morgenlicht beschenkt. Ausserdem konnten wir die siebenstündige Überfahrt schlafend verbringen, was sich anbietet, da Motorschifffahrten langweilig sind, und wurden morgens mit diesem traumhaften Anblick quasi geweckt.

 

Bastia ist, neben Ajaccio, die einzige Großstadt der Insel, was einem Ruhrgebietler bei der Grösse des Ortes ein müdes Lächeln auf die Lippen zaubert. Bei uns sind einzelne Stadtteile schon grösser als beide zusammen. Dies ist in keiner Weise negativ zu verstehen, soll aber mal ein paar Dimensionen verdeutlichen. Jedenfalls sieht man auch etwas Massentourismus in Form mehrstöckiger Hotelbauten. Hierzu sei angemerkt, dass die Korsen den sanften Tourismus nicht nur wollen, sondern in die Tat umsetzen. Keine der Hotelmonstrositäten hat mehr als fünf Stockwerke. Dafür entgeht dem sehenden Auge auch nicht der erste bauhistorische Genuß:

Eine Architektur, welche allgegenwärtig auf diesem Eiland beheimatet, stolz und schön und urwüchsig ist. Wahrhaftig und wehrhaftig, und gegen die Riviera und die Bausünden von Arenal wirkt Bastia wie ein missglückter Versuch der Urlaubsindustrie, dort schnelles Geld zu machen.

 

Aber erstmal zurück zum Urlaub:

An der Ostküste sind sämtliche FKK Ressorts der Insel von Bastia aus südlich wie an einer Perlenkette aufrereiht. Einfach nur raus aus dem Fährhafen, links Richtung Bonifacio oder Porto Vecchio halten, immer nur der D 109 folgen und schon hat man FKK Campingplätze nach nur 45 km, und alle 5-10 km. den nächsten. Wir steuerten als erstes Riva Bella an:

 

Riva Bella

http://www.rivabella-corsica.com

 

In der Nähe von Aleria. Oben erwähnten Asterix-Kennern sollte das ein Begriff sein. Wenn man sich die Ruinen der von Osolemirnix, Austerlix, Azurix etc. etc. unter Mithilfe unserer gallischen Freunde zerstörten römischen Bastion ansehen möchte, ist man hier genau richtig. Zudem erkennt man die Genialität des Comics.

 

+

 

Da Riva Bella unser erster Campingplatz war und wir dank eines arbeitsreichen Jahres Erholung bitter nötig hatten, gefiel es uns dort auf Anhieb.

Wer auf Erholung erpicht ist und das möglichst zügig, ist dort auf jeden Fall richtig.

Der ganze Platz liegt inmitten einer Ansammlung durchs Mittelmeer gespeister Salzseen und das Angeln scheint gut zu funktionieren, zumindest konnten wir den einen oder anderen Platzbewohner beim Angel-Auswerfen beobachten (ob sie etwas gefangen habe, wissen wir allerdings nicht).

Was gab es sonst noch?

Reizende nichtspuckende Lamas (kein Scherz). Warum Lamas? Keine Ahnung.  

Sehr freundlicher Service und alle nackt (natürlich nur die Urlauber, nicht die vom Service). Bungalows direkt an einem sehr schönen Sandstrand, aber scheiss… (na ja, das kommt später). Kleiner, gelegentlich sogar geöffneter Lebensmittelladen auf dem Gelände mit leckeren korsischen Spezialitäten.

Besonders zu empfehlen:

Coppa (Schinken)

Figatelli (Würstchen zum Grillen oder kalt auf die Hand)

Pietra (Bier Pilsener Brauart mit Kastanien, schmeckt ein bisschen wie Bockbier und knallt ordentlich – aber sehr sehr lecker!)

Merlot aus Aleria (andere korsische Weine sind o.k., aber dieser ist wirklich gut)

Im Laden gab es tatsächlich nicht nur das unvermeidliche Stangenweissbrot.

 

-

 

Zurück zum scheiss…- Teuer. Sehr teuer! Selbst in der Nebensaison. Wenn man vorher bucht, könnte man eventuell preiswerter wegkommen; wir zahlten für unsere Spontanbuchung 92 € die Nacht für einen von der Grösse her baucontainerähnlichen Bungalow. Da wir Bungalow-Neulinge waren und zudem noch auf Hochzeitsreise, waren wir leicht geblendet vom Mittelmeer. Zelten kann man nicht direkt in Meer-Nähe; die Entfernung ist zwar nicht gross, aber wir wetten, dass ein Zeltplatz auch nicht gerade wenig kostet.

 

=

 

Kein Vereins-Platz mit Gartenzaun-Charme. War als Durchgangslager ganz O.K.: Für ein paar Tage, gerade zum Einstieg und zum Korsika-Kennenlernen, kann man nett entspannen. Gut zu erreichende Sehenswürdigkeiten wie z.B. Antisanti (ein Bergdorf mit einer genialen Aussicht) und die oben beschriebene Ruine.

 

Nach drei Nächten fühlten wir uns bemüssigt, den Platz aufzusuchen, auf den wir durchs Internet neugierig geworden waren. Ungefähr 50 km südlich von Aleria liegt Porto Vecchio, etwas nordwestlich davon:

 

U FURU

 

http://www.u-furu.com/

 

+

 

Man muss dagewesen sein, sonst glaubt man’s nicht. Unvergleichlich, weil anders. Unvergesslich, weil unglaublich schön und eigen. Wie Korsika im Ganzen.

Aber jetzt zum Detail:

Die Anfahrt ist gut beschildert (immer dann, wenn man meint, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Schild daher ;-)). Über eine kleine Brücke kommt man zu einem gartenlaubenähnlichen Gebäude. In unserem Fall war kein Schwein da. Mit etwas Geduld und den Dolmetscher-Diensten des aus Rostock stammenden Barkeepers bekamen wir einen Honeymoon-Bungalow, der seinesgleichen sucht. Inmitten einer so unberührten Natur, dass man sich fast schon fehl am Platz fühlt: So sehr kann man sich gar nicht ausziehen. O.k., der Reihe nach:

Der Platz bietet Raum für etwa 200 Personen, verfügt über 12 Bungalows und etwa 50 Zeltplätze. Unser Bungalow: ca 55 qm, zwei Schlafzimmer, vollausgestattete Küche, Veranda, eigene Liegewiese, das ganze durchgängig im mediterranen Stil. Der Arbeitsplatz des Rostocker Cocktailshakers lag an einem Pool, der gross genug ist für Leute, die ihn nutzen wollen. Wir wollten das nicht zwingend, denn der Pool und eventuelle Animation zur Hochsaison sind eigentlich das, was an U Furu am wenigsten interessiert, da die Lage und die landschaftliche Schönheit jeder Beschreibung trotzen. Das Gelände liegt teilweise an einem Bachlauf, und eben jenes Gewässer hat es geschafft, in den letzten 200000 Jahren die eigentümlichsten Formen in Felsen zu waschen, umgeben von einem macchie-bewachsenen, steil nach oben ragenden Gebirgsrelief. Der Geruch Korsikas ist allgegenwärtig (riecht ein bisschen wie Maggi, nur differenzierter). Von hier aus führt ein Wanderweg, der GR20, in die Berge und jeder, der ihn benutzen möchte, ist angehalten, das nackt zu tun. Und ob Ihr’s glaubt oder nicht: Die wenigsten Wanderer waren bekleidet. Wir können das bestätigen, weil unser Bungalow direkt am Wanderweg lag. Und gewandert sind wir auch: Den Fluss rauf. Naja, es ist eher eine Klettertour, da man über Felsen, in die Macchia und oft durch den Bach muß, um dann nach jeder Biegung von einem weiteren landschaftlichen Superlativ ausgeknockt zu werden. Die Fotos, welche auf der Homepage von U Furu oder von uns ( im Forum ) verlinkt sind, können niemals jene Schönheit vermitteln, sollten aber vielleicht etwas helfen, unsere Begeisterung teilen zu können.

Dann: In der Nebensaison bekamen wir den Bungalow für lächerliche 42- € pro Nacht. Im Vergleich zu Riva Bella also geschenkt. In der Hauptsaison wäre dieser Kurs undenkbar.

Dann ist da auch die Philosophie des Eigentümers, der nirgends inseriert und sich somit ein gemischtes Publikum aus ganz Europa durch reine Mundpropaganda erhalten möchte. Eine nette Familie aus den Niederlanden äusserte uns gegenüber, daß auf „de naturistische campings“ für ihren Geschmack immer zuviele Niederländer auftauchen.

Hunde sind verboten, aber da sind sie schon. Wir hatten auch einen für ein paar Tage. Eine Hündin, von uns Marie getauft, welche uns nicht mehr von der Seite wich, es sei denn ein anderer Tourist war in der Nähe, und Mitte September ist das wohl  nicht so oft der Fall. Aber zum Frühstück war sie, nebst ca. 25 Katzen, dann wieder da. Kleiner Tipp, wenn Ihr sie füttert… na, Ihr wisst schon.

Überhaupt laufen Hunde auf Korsika in Vielzahl frei herum, und die meisten haben Glocken um den Hals. Kein Scherz. Dient zur Schweinejagd, und Schweine laufen auf Korsika ebenfalls einfach so rum, nur ohne Glocken. Unsere Marie verliess uns wegen zwei beglockter Rüden, welche sie anscheinend läufig zu beglocken, ähh beglücken beabsichtigten. Jedenfalls hatten wir danach Ruhe, und der Nervtötenköter bestimmt tolle Erlebnisse im Busch. Schwein gehabt.

Chrystel, eine gebürtige Korsin, welche durch Ihr Anglistikstudium zur permanenten Englischspecherei neigte und daher von unseren nicht vorhandenden Französischkenntnissen sehr angetan war, und in einem Nachbarbungalow Ihren Urlaub verbrachte, war ein unermüdlicher Quell an Information und ein Beweis der korsischen Gastfreundschaft.

Noch ein Tipp: Wer doch nicht ganz aufs Mittelmeer verzichten mag, kann sich für einen Tag oder mehr in La Chiappa einquartieren. Ein Tagesbesuch ist umsonst. Der Platz ist im Gegensatz zu U Furu ein klassisches Ferien-Dorf mit Reggae-Musik an der Bar, Ecole de surfing, Ecole de plongee, Ecole d’equitation, Ecole de Robin Hood, äh, Bogenschiessen usw. usf. und liegt an einem sehr schönen Küstenstreifen, der den Strand von Riva Bella ziemlich blass aussehen lässt. Zu Preisen, Zeltplätzen und Bungalows bitte hier nachsehen:

 

http://www.chiappa.com/

 

Wir können dazu wenig sagen, da wir dort nur einen Strand-Nachmittag verbrachten, was im Übrigen niemanden zu stören schien – obwohl wir keine zahlenden Gäste waren. Für Strand-Freunde von U Furu aus per Auto innerhalb von 20 Minuten zu erreichen. Doch zurück zu Paradies.

 

Sehenswürdigkeiten in der Nähe von U Furu:

 

Porto Vecchio. Hat den Ruf, das touristische Zentrum zu sein, was aber auf Korsika im Gegensatz zu manch anderer Mittelmeer-Insel nicht zwangsläufig die Anwesenheit von Menschen bedingt, die ihr bewusstseinveränderndes Frühstück mit Hilfe von Strohhalmen aus Eimern zu sich nehmen.

 

Selbstredend Bonifacio. Wer sich für Korsika interessiert, hat die Stadt auf der Klippe bestimmt schon mal auf einem Foto gesehen. Der besondere Reiz liegt aber darin, da zu sein, durch verträumte kleine Gässchen zu laufen und die Gewalt des gefährlichsten Schifffahrtsweges (Strasse von Bonifacio, zw. Sardinien und Korsika) des Mittelmeers (ist eben nicht Gibraltar) mit eigenen Augen zu sehen. Ein Naturist muss spätestens hier der Natur Respekt zollen. Von dort kann man per Motorboot die Grotten der Küste besuchen, was uns leider nicht möglich war, da es am Tag unseres Besuches ca. acht Windstärken hatte.

 

Sarténe. Enge Gässchen, enge Türen und Fenster; nichts passt zum anderen, aber es hält und funktioniert und ist dadurch wahnsinnig reizvoll. Wir wetten, dass jeder Architekt mehr Platz benötigen würde, um sovielen Menschen auf so wenig Raum eine Heimstatt zu geben, welche so charmant ist. Ursprünglicher können Bauten nicht sein, die sich den naturgegebenen Realitäten anpassen müssen.

 

Corte. Beherbergt die einzige Universität Korsikas und ist das Zentrum korsischer Unabhängigkeitsbestrebungen. Ist nebenbei wunderschön, wie die ganze Insel. Unterstreicht vielleicht noch ein wenig den Grund, warum die Korsen nach Unabhängigkeit streben.

 

Und all die Pass-Strassen, all die Dörfer, deren Namen wir schon wieder vergessen haben, all die Eindrücke, deretwegen wir jetzt eventuell zu weit abschweifen würden, solltet Ihr selbst kennenlernen.

 

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Über  U Furu ? : Nulla. Rien. Nix. Gar nichts. Jedenfalls unserer Meinung nach.

 

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Wenn man gern zelten möchte, reicht U Furu allemal an den Standard von La Genese, das heisst zwei Sterne. Sanitäre Anlagen sind ähnlich rustikal, aber dort gibt’s sogar Klobrillen, die musste man sich in La Genese erst selbst töpfern. Töpferkurse gibt’s in U Furu übrigens auch nicht, wahrscheinlich sind deshalb die Klobrillen inklusive. Ist dafür ursprünglich, und die Wanderei muss nicht nur den Fluss hochgehen.

 

 

Bagheera

 

http://www.bagheera.fr/

 

+

 

Nulla. Rien. Nix. Gar nichts. Jedenfalls unserer Meinung nach. O.K., schöner langer Strand, obwohl… kannte man auch schon aus Riva Bella.

 

-

 

Ein Logo, das zum Nachdenken einlädt: Ein zähnebleckender Panther, ähnlich einer 70er Jahre Tätowierung – 5 Jahre bis lebenslänglich. Was genau dieses Tier mit Urlaub im Allgemeinen und FKK-Urlaub im Besonderen verbindet, konnten zumindest wir nicht endgültig klären. Sinniger wäre ein angriffslustiger Moskito: Während unseres Aufenthalts wurden wir von einer Horde kleiner Insekten im wahrsten Sinne des Wortes zerfleischt. Einzig die netten Holländer aus U Furu (Monique und Hans: Liebe Grüsse!), die wir dort wiedertrafen, hatten eine unfehlbare Methode gegen diese Plage entwickelt: Sie verbrachten den Rest ihres Urlaubs überwiegend im Bungalow. Nun kann man die Betreiber von Bagheera beim besten Willen nicht für das Vorhandensein von Mücken in einem ehemaligen Malaria-Gebiet verantwortlich machen, aber wenn man nicht eine einzige Drainage anlegt, die das Süsswasser abführt, und dann noch jeden Busch wachsen lässt, wie es ihm gefällt, sollte man sich nicht wundern, dass Moskitos sich wohler fühlen als Gäste. Kommen wir zu den Punkten, die nichts mit Stechtieren zu tun haben, dass heisst zum Rest unserer Bagheera-Eindrücke:

 

  1. Der Meerblick:

Obwohl uns als absolutes Highlight angekündigt, nicht wirklich existent. Sah in etwa so aus wie die Peripherie einer Autobahnraststätte, wo man heimlich in den Busch pinkelt. Ach ja, und Mücken, jede Menge Mücken.

 

  1. Der Bungalow:

In einem so bedauernswerten Zustand, dass man sich aufgerufen fühlt zu spenden. Wir hatten auch den Eindruck, dass der ein oder andere ehemalige Gast das getan hat, denn die Einrichtung sah aus, wie das, was man eigentlich in seinem Party-Keller versteckt. Wir hatten vier Steckdosen, von denen eine tatsächlich funktionierte, die allerdings ständig von unserem Anti-Mücken-Elektromodul blockiert war. Kein Witz: Wir waren nach einem Tag so dermassen zerbeult, dass man allein aus unseren Beulen einen neuen Gast hätte machen können. Wahrscheinlich ist das Absicht, denn wir haben auch mindestens für drei bezahlt. Unsere Lösung gegen solche Angriffe heisst:

MOUSTI FLOUID ™, Duftkerzen, Dreifachstecker, um sämtliche Anti-Mücken-Module mit Strom zu versorgen, Sprühdose mit Mückentod (werden im Campingplatz-eigenen Supermarkt [der ohnehin nur zwei Stunden am Tag geöffnet ist] für viel Geld feilgeboten und sollen angeblich Mücken töten, aber die Touristen verschonen).

 

  1. Der Service:

Eine sehr freundliche Concierge, die uns bei der Abrechnung locker über den Tisch gezogen hat (85 € pro Tag, angekündigt waren 45 €). Der geneigte Leser könnte sich fragen, warum wir nicht protestierten: Wir waren durch Mückenstiche und generelle Enttäuschung (immerhin handelte es sich um die letzten Tage unserer Hochzeitsreise und wir waren U Furu verwöhnt) nicht geschäftsfähig.

 

=

 

Wie kann eine so tolle Insel nur einen solchen Campingplatz beherbergen. Grottengrausig, loht nicht. Wir hätten uns im Nachhinein dann doch besser für einen Platz weiter nördlich von Bagheera (Ihr wisst schon, wie an einer Perlenkette aufgereit) entschieden. Vorzüge oder Nachteile können wir hier selbstverständlich nicht aufzählen, aber die HPs verlinken. Folgen im Anhang.

 

 

Abreise (welch garstig Wort):

 

Da unser Schiff erst gegen 21:00 Uhr auslief, hatten wir noch genug Zeit, Cap Corse zu runden, was uns das dann folgende Ablegen mittels Savonafähre noch schwerer machte. Auch hier kann man weder mit Fotos noch mit Erzählen die Eindrücke der gewaltigen Klasse der Insel gerecht werden. Nur die Strassen sind, naja, schmal. Ziemlich schmal. Mit einem Volvo 850 zu schmal hier und da und nichts für ängstliche Autofahrer. Wir nahmen die Ost-West-Route, was uns gerade an der Westküste die meisten der unbeleitplankten Kurven im Schritttempo umrunden liess, um nicht ins zwar reizvolle, aber etwa 400 Meter entfernte (senkrecht nach unten) Mittelmeer zu fallen. Hier jeden Aussichtspunkt angemessen zu würdigen, ist unmöglich.

Einkaufen in Bastia:

Oben erwähnte Spezialitäten, Souvenirs, Mitbringsel für Verwandte und Bekannte, aber vor allem ein Vendetta (sauscharfes und sehr solides Taschenmesser korsischer Machart, für die die Insel berühmt ist - genauso wie für die Geschicklichkeit der Insulaner  im Umgang mit selbigem).

Auf der Nachtfähre nahmen wir diesmal eine Kabine. Kosten in der Nebensaison 45 €, die sich lohnen, wenn man noch ein gutes Stück Fahrt, z.B. vom Mittelmeer ins Ruhrgebiet, vor sich hat. Uns beiden fiel es selten so schwer, Abschied zu nehmen. Hätten wir unsere Abreise jedoch einen Tag nach hinten verschoben, wären daraus wahrscheinlich fünf geworden. Die Gewerkschaft der korsischen Seeleute, unterstützt von der korsischen Unabhängigkeitsbewegung, welcher auch immer genau, kaperte in Marseille eine Fähre, worauf  sämtliche Häfen komplett blockiert wurden. Desweiteren gab es laut Medienberichten Ausschreitungen auch gegen Touristen, z.B. Steinwürfe auf Autos. Konnten wir uns bei der Freundlichkeit der Korsen überhaupt nicht vorstellen. Trotzdem ist das wohl einer der Nachteile, die man bei der Urlaubsplanung nicht ganz vergessen sollte.

 

Fazit:

Da wir nicht alle Fleckchen der Erde kennen, können wir nicht guten Gewissens behaupten, Korsika sei das schönste; wir sind uns aber sicher, dass es in die Top-Ten gehört, und das ziemlich weit vorne.

Selbstverständlich ist dieser Reisebericht nur ein kleiner Einblick: Es gibt bestimmt noch viel mehr zu entdecken und zu erfahren. Die Fahrt mit der korsischen Gebirgsbahn konnten wir leider genauso wenig verwirklichen wie einen Besuch Ajaccios oder eine ausgedehnte Tour an die Westküste.

FKK-technisch gibt’s viel, auf dem französischen Festland und in Kroatien allerdings mehr. Auch kämen wahrscheinlich die wenigsten Korsen auf den Trichter, FKK ausserhalb von Campingplätzen oder Anlagen zu unterstützen. Wir raten schon davon ab, die naturistische Selbstverwirklichung zu übertreiben, und dafür die natürliche Selbstverwirklichung der Insel zu bewundern - und die ihrer Bewohner zu respektieren. Als Tourist ist man halt Gast, sollte sich so verhalten, auch wenn die Weltanschauung noch so liberal ist.

 

Anhang:

 

http://www.pianaverde.com/

FKK-Anlage, die mehr aussieht wie eine Mondbasis.

 

http://home.nordnet.fr/~lbeaumadier/

Die korsische Eisenbahn.

 

http://www.top-beverage.com/

Korsisches Bier und mehr.

 

 

http://www.insel-corsica.de/

Tolle Seite, die uns die Reise-Entscheidung erleichterte. Angaben über Perlenketten-Campingplätze, gute Infos über Land und Leute und jede Menge Links.

 

Salute,

Steffi und Ralf

 

 

 

 

  


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Mit dem Rucksack auf Korsika




Mit dem Rucksack auf Korsika (Sommer 2003)
           

Das Reisen mit dem Rucksack durch Korsika bietet eine echte Alternative zum Auto. Man lernt Korsika so zwar in der Regel nur in Ausschnitten - allerdings sehr detailreich kennen. Diese Einblicke und Erfahrungen gehen Autoreisenden oft verloren.
Wir können von unserem dreiwöchigen Urlaub fast nur Positives berichten.
Unsere Reise begann am Flughafen Frankfurt/Hahn. Wir flogen mit einem der sogenannten "Billigflieger" bis Pisa. Kosten pro Person Hin- und Rücklug inklusive Steuern bei uns 55 €. Zum Vergleich Flüge direkt nach Korsika ( Bastia ) ca. 300 €. Vom Flughafen Pisa gibt es gute Busverbindungen ca. alle 30 min ins Zentrum. Von dort aus fahren regelmäßig Züge nach Livorno; eine Strecke pro Person unter 2 €.
Ab da weiter mit einer der zahlreichen Fähren. Wir haben die Fährverbindungen über das Reisebüro im Voraus gebucht, doch ist dies nicht zwingend notwendig. Kosten für die Fähre hin- und zurück inklusive Steuern pro Person ca. 50 €
Auf Korsika gibt es einige Bus- und Zug- Verbindungen, allerdings nur in die größeren Orte. Ansonsten bleibt den Rucksackreisenden nur der Weg zu Fuß oder per Anhalter.
Nach unseren Erfahrungen wird man in der Regel recht gut mitgenommen, auch über längere Strecken. Dies bestätigten auch andere Rucksackreisende, die wir zwischendurch kennen gelernt haben.
Die Fahrt mit dem Zug ist ein echtes Erlebnis, bei dem man es aber nicht eilig haben darf, da die Zeitangaben in den Fahrplänen nur grobe Richtzeiten sind.
Im Vergleich zu den italienischen Zügen sind die korsischen äußerst spartanisch und relativ teuer. Die Fahrt von Bastia nach Calvi kostet z.B. ca 18 € pro Person.
Man sollte grundsätzlich versuchen, immer in der Nähe einer der größeren Städte zu bleiben, da man sonst auch zum Einkaufen immer trampen muss. Es ist aber dennoch machbar.
In unseren drei Urlaubswochen waren wir insgesamt auf vier verschiedenen Campingplätzen, von denen wir drei weiterempfehlen können.
Camping Tamaris in der Nähe von Calvi.( ruhig gelegen; Felsküste; terrassiertes Gelände; schlechte Sanitairanlagen; 15 min zu Fuß nach Calvi)
Camping Tuani liegt im Restonikatal, (6 km von Corte; relativ voll; aber teilweise sehr schöne Stellplätze direkt am Fluß; Bademöglichkeiten im Fluß)
Camping Marina bei Aleria.( 3 km von Aleria; feiner Sandstrand; gute Platzaufteilung; sehr gepflegt; 4 Sterne)
Alles in allem kann man sagen, dass diese Art zu reisen ein kleines Abenteuer ist, die sich vor allem für Leute mit kleinem Geldbeutel lohnt.
Wir haben in diesen drei Wochen mit Flug, Fähre, Essen (selber gekocht), Übernachtungen und was sonst noch so anfällt pro Person 450 € ausgegeben.



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Fiumicelli - eine leichte Flusstour



Canyoning
auf Corsica / Korsika

Abenteuer-Urlaub
für Jugendliche


Ausgangspunkt der Tour
(zwischen Solenzara und Col de Bavella)

... Nochmals herzlichen Dank
an Martin Lendi,
der gemeinsam mit seiner Freundin Gloria
diese Tour 2006
für vier Jugendliche
im Alter von 15 Jahren
durchgeführt hat.

Fiumicelli Fiumicelli Fiumicelli Fiumicelli

Fiumicelli Fiumicelli Fiumicelli Fiumicelli
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Bilder von Martin Lendi
Bericht
von
Benedikt, Jannik, Johannes und Marc

Wieder mal ein schöner Tag auf Korsika, perfekt geeignet, um eine
Canyoning-Tour
durch das kühle Wasser der Berge zu machen.

Am Pont de Fiumicelli ging es gegen 10.00 Uhr los. Zunächst reichte uns das Wasser nur bis zu den Knien. Doch schon nach kurzer Zeit gelangten wir an tiefere Stellen, die wir durchschwimmen mussten. Das glasklare Bergwasser war natürlich kalt, aber wenn man einmal richtig drin war, ging es. Größere Steine hinaufzuklettern war sehr schwer, da sie sehr rutschig waren; aber gerade das machte die Sache so spannend, da man immer aufpassen musste, wo man hintrat.

Es blieb immer Zeit, die wunderschöne Natur zu bewundern; enge Passagen machten die Tour immer wieder aufregend.

Und dann unser erster Sprung aus drei Metern Höhe, sozusagen ein Aufwärmtraining, wir freuten uns schon auf den gefürchteten Sprung aus elf Metern Höhe - aufgeregt und hochmotiviert erreichten wir unser Ziel nach einer guten Stunde.
Von Martin, der selbstverständlich als Erster vom Felsen ins Wasser sprang, bestens vorbereitet, konnte uns nichts mehr halten
- aber jedermanns Sache ist so ein Sprung sicherlich nicht !

Weiter ging die Tour durch nun schon felsartige Brocken, auf einem sieben Meter hohen Felsen machten wir Rast und sprangen dann auch von da oben wieder ins Wasser, um den Rückweg anzutreten, auf dem sich noch mehrere Möglichkeiten zum Springen boten.
Nach mehreren Stunden kamen wir zum Ausgangspunkt zurück und waren auch etwas kaputt - es war anstrengend, aber es hat sich gelohnt: Was wir gesehen und erlebt haben, hat uns sehr gut gefallen, es war eine ereignisreiche Tour, die wir nur empfehlen können - nur Mut ...




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