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Reisebericht: Unsere Reise 2012 auf die fantastische Insel Korsika     Korsika-Neulinge erkunden die Insel Korsika
Ich muss sagen, Korsika ist, seit dem ich einmal Bilder von glasklaren Badegumpen in tropischen, geheimnisvollen, sattgrünen Wäldern gesehen habe, ein bislang noch nicht realisierter Kindheitstraum gewesen. Es mochte sein, dass die Bilder in meiner Erinnerung etwas "verklärt" waren; mit Kinderaugen sieht die Welt ja auch noch irgendwie fantastischer aus - aber dieser Traum hat mich nie wirklich losgelassen!
Bei der Planung dieses Sommerurlaubes - es sollte eigentlich ganz woanders hingehen - bin ich per Zufall auf Bilder von Korsika gestoßen. Und nun gab es kein Halten mehr: Endlich wollte ich diese fantastische Insel mit eigenen Augen sehen!
Ich muss vorab auch sagen: Wir machen so, wie in den nächsten Beiträgen beschrieben, gerne Urlaub! Je mehr Input, desto größer der Entspannungsfaktor! Beim Liegen am Strand hat das Gehirn viel zu viel Zeit, zur Arbeit zurück zu kehren ...
Unsere Korsika - Reise begann 23:00 Uhr nachts. Das Auto war endlich fertig gepackt, ging es endlich südwärts über die Autobahn. Die gesamte Nacht begleiteten uns unzählige Gewitter, deren Blitze wir meist nur in der Ferne sahen. Am San Bernardino begann langsam das Morgengrauen. Angekommen in Livorno empfing uns schon die volle italienische Mittagshitze.
Das Zelt war schnell aufgebaut, erholten wir uns von den Strapazen der Reise am Strand und schwommen unserer ersten Meter im Mittelmeer. Zum Abendbrot fuhren wir hinein nach Pisa. Ein kurzer Besuch am Schiefen Turm durfte natürlich nicht fehlen!
Am nächsten Morgen kämpften wir bereits 7:00 Uhr mit dem Verkehrschaos am Hafen von Livorno. Rien ne va plus! Doch irgendwann war auch unser Auto endlich im Rumpf der Fähre verladen und endlich ging es Volldampf voraus in drei erlebnisreiche Wochen auf Korsika!

Als Cap Corse und schließlich Bastia im Dunst über dem Meer auftauchten, war der Entdeckergeist schon entfacht! Ich stellte mir schon vor, wie ich später dann um die Spitze Korsikas fahren würde, denn zuerst sollte es gen Süden gehen: Nach Solenzara.
Wir "düsten" über die gerade und ausgebaute Strecke in der Karawane der Autos, die die Fähre ausgespuckt hatte. Mit dem Blick aus dem Autofenster kam mir sogleich die Frage: Was, DAS soll Korsika sein? Zersiedelte Dörfer links und rechts, Werbeplakat nach Werbeplakat, flaches Land mit Bergen in der Ferne ... es hatte nicht allzu viel mit den Bildern zu tun, die ich in Erinnerung hatte ... Der Eindruck änderte sich aber schlagartig, als wir in Solenzara Richtung Zonza abbogen, um unseren ersten CP anzusteuern! Was für ein Gebirge erhob sich da!
Vollends "aus dem Häuschen" war ich, als der CP, wo ich als einzigsten unserer ganzen Reise unbedingt campen wollte, auch noch freie Plätze hatte! Nach dem Zeltaufbau hatten wir einen Flüssigkeitsverlust von ca. 2l erlitten und beschlossen, erst einmal ins Wasser zu hüpfen. Nachdem wir festgestellt hatten, wo wir baden konnten, beschlossen wir, den ganzen Tag nicht mehr von diesem Flecken Erde zu weichen! Nein, hier kriegte uns niemand mehr weg! So schön war es hier! Wir konnten uns zum Abendessen trennen, aßen aber am CP mit Blick auf die Gumpen der Solenzara. Abends badeten wir aber schon wieder! Diesmal mit Froschkonzert!
Das nahe Gebirge lockte natürlich bereits am nächsten Tag. Also beschlossen wir, auf den Bavella - Pass zu fahren. Mit großen Augen und nach unzähligen Photo - Stops kamen wir dann auch irgendwann oben an, auch nicht, ohne die ersten Schweine gestreichelt zu haben.
So wie jeder Bavella - Ersttäter wanderten wir dann natürlich zum Trou de la Bombe. Das letzte Stückchen Kletterei erschien uns schon ein wenig "spektakulär", nichts ahnend ... Wir genossen die weiten Blicke über das zerklüftete Gebirge - bereits unser erster richtiger Sigghtseeing - Tag war ein absolutes Highlight! Da wir nach der Wanderung nicht einfach wieder zurück fahren wollten, fuhren wir weiter Richtung Zonza und wollten eigentlich nur bei Porto - Vecchio wieder auf die N198 stoßen, um eine Rundfahrt zu machen. Schon der erste Tag zeigte uns, dass man nicht "einfach so" über Korsikas Straßen fahren kann. Nach unzähligen Photos - Stops erreichten wir auch einen Parkplatz und erfuhren dort, dass da auch ein Wasserfall zu erwandern ist. Nunja, wenn man schon mal da ist ... Wanderschuhe wieder an und dann ging es zum Piscia di Gallo. Die Wanderung war fantastisch, mitten durch den faszinierenden Felsengarten des Forêt de l'Ospedale. Oberhalb des Wasserfalls erhaschten wir auch den ersten Blick auf die Küste. Dann ging es über steile Felsen hinunter unter den tosenden, gewaltigen Wasserfall di Gallo. Zurück im Auto mussten wir natürlich auch noch am Stausee von Ospedale halten. Am Ortseingang selbst dann stockte uns der Atem, als wir den Blick auf die fantastische Küstenlinie mit seinen traumhaften Buchten und Stränden werfen durften!
Es wurde mittlerweile dunkel, als wir an diesem Tag müde und erschöpft "nach Hause" kamen. Nach einem Sprung in die Solenzara waren wir aber wieder erfrischt und bei Froschkonzert gab es Abendessen.
Nach einem Tag inmitten grandioser Natur war am nächsten Tag die Zeit reif, die erste Stadt Korsikas zu entdecken. Wir fuhren bis an den Südzipfel Korsikas, um Bonifacio zu "erobern".
Bereits bei der Einfahrt in die Stadt zwischen den Kreidefelsen mit flüchtigen Blicken auf die hohe Stadtmauer war zu erahnen: Hier erwartet uns ein atemberaubendes Erlebnis! Und es war auch so! Bonifacio hat mich vom ersten Blick an fasziniert und nicht mehr losgelassen! Und es gab so viel zu entdecken, dass ich gar nicht wusste, was ich zuerst machen sollte.
Unser Weg führte uns zuerst an den Hafen der Unterstadt. Dort machten es mir die ankerliegenden Ausflugsboote leicht, mich zunächst für die Erkundung per Boot zu entscheiden. So ging es den engen Hafen entlang und entlang der Kreidefelsen hinein in Grotten. Der Blick von unten auf die Oberstadt war fantastisch! Eigentlich wollten wir dann zu Fuß die Oberstadt zu Fuß erkunden, aber der Panoramaweg die Steilküste entlang hielt uns noch davon ab. Auf dem Weg Richtung Leuchtturm gab es wunderschöne Blicke auf die in schwindelerregender Höhe über dem Meer thronenden Oberstadt. Dann ging es doch in das Gassengewirr hinein. Nach einer Umrundung der Befestigungsanlage wagten wir dann auch den Abstieg über die Escalier du Roi d'Aragon. Runterwärts ging's ja ...
Fast den ganzen Tag haben wir in Bonifacio verbracht. Aber bereits der zweite Tag auf Korsika, ohne bisher im Meer gebadet zu haben? Das konnte nicht sein! Um den Tag der Superlative zu einen würdigen Abschluss zu führen, fuhren wir zum Plage Palombaggia. Was für ein Badeerlebnis!Wer braucht da noch die Karibik?!
Der nächste Tag war "Kulturtag". Wie begaben uns auf die Spuren vergangener Zeiten.
Als erstes führte uns der Weg ins alte Aleria. Dort besuchten wir die Ausgrabungen der ehemaligen römischen Siedlung.
Von einem tagesfüllenden Programm konnte da aber noch nicht die Rede sein, so dass wir nochmals über den Bavella - Pass ins Landesinnere fuhren in das Alte Rocca. Dort erwanderten wir uns in einem Wald voller Findlinge die Festung Cucuruzzu aus der Bronzezeit und die mittelalterliche Burg Capula. Die entdeckungsreiche abwechslungsreiche Wanderung im Schatten der knorrigen Bäume in völliger Ruhe und Abgeschiedenheit war eine echte Wohltat!

Am nächsten Tag hieß es schon wieder Abschied nehmen von unserem schönen CP. Ein letztes morgendliches Baden in der Solenzara besiegelte das Versprechen, irgendwann wieder zurück zu kommen!
Wir zogen um in die Bucht von Valinco, um den Südwesten Korsikas zu erkunden.
Auf dem Weg dorthin bestaunten wir zahlreiche schöne Küstenabschnitte, herrlich lag die Bucht von Roccapina.
Nachdem wir unser Zelt in Porto Pollo aufgestellt haben, war der Weg nicht weit nach Filitosa. Diese bedeutende kulturhistorische Stätte erreichten wir in den späten Mittagsstunden. Ein Glücksgriff, wie sich herausstellte! Wir waren fast alleine! Als wir die Anlage wieder verließen, strömten nur so die Massen hinein! Unter Filitosa konnte ich mir zunächst gar nichts vorstellen. Umso erstaunter war ich, als wir die Anlage erst erkundeten! Vor allem mit welcher Wahrhaftigkeit und "Nähe" die Vergangenheit der Menschheit dort nachvollziehbar und "erlebbar" ist! Und ich muss sagen: Der Hügel wirkt tatsächlich noch gemütlich und wohnlich - für die Steinzeitmenschen war das bestimmt wirklich ein kleines Fleckchen Paradies.
Die meisten Besucher sind bis zu den Menhirstatuen unter dem Olivenbaum gegangen und dann wieder zurück - ich empfehle dringend, bis zum "Dinosaurier" weiter zu laufen und dann den Panoramablick auf Filitosa zu genießen. Erst da wird einem die Lage und Bedeutung des Komplexes auf dem Hügel erst bewusst!
Am nächsten Tag besuchten wir unsere nächste Stadt Korsikas: Wir fuhren nach Ajaccio. Ja ... nun waren wir auch mal da, waren auch im Geburtshaus von Napoleon ... Haken dran. Wir sind eben keine Großstadtmenschen ...
Der nächste Tag war wieder eher nach unserem Geschmack: Wir besuchten die Schildkrötenfarm A Cupulatta. Da wir gelesen hatten, dass die Schildis sich in der Tageshitze verziehen, waren wir die allerersten im Park! Wir ganz alleine mit den mampfenden, trampelnden Schildis, manche hatten auch noch alle viere von sich gestreckt und schienen noch zu schlafen - das war sehr schön!
Auf der N 193 fuhren wir noch etwas weiter ins Landesinnere und "wanderten" zum Brautschleierwasserfall. Dort ließ sich herrlich Zeit verbummeln! Die Felsen luden herrlich zum Klettern ein, hier und dort konnte man seine Füße im eiskalten Gebirgswasser baden oder sich vom Wasserfall vollspritzen lassen!
Baden waren wir an diesem Tag am Plage Sole e Mare. Was für ein Wasser! Es war fantastisch! Nur leider wussten das sehr viele ...
Am Plage Cupabia waren wir an diesem Abend auch noch. Der Strand hat mich eher etwas enttäuscht, nach dem, was ich hier gelesen habe. Das Wasser ist nicht mehr flach und türkis, sondern war gleich recht tief und voll mit Pflanzenresten. Ich erinnere mich, gelesen zu haben, dass das von einem letzten heftigen Sturm her rühren soll.
An unserem letzten Tag im Südwesten besuchten wir die kulturhistorischen Stätten der Ebene von Cauria. In einer bulligen Hitze auf Wegen ohne Schatten liefen wir durch die duftende, trockende Landschaft und in absoluter Einsamkeit vorbei an den beeindruckenden Menhirstatuen und dem Dolmengrab. Die Luft flimmerte, nur ein paar Insekten brummten vorbei - ansonsten war es absolute Stille - und nur die Zeugen der Vergangenheit waren unsere Wegbegleiter. Das war ein ganz besonderer Vormittag für uns!
Auch die Menhire von Palaggiu erwanderten wir noch - und kamen angesichts der unsäglichen Hitze (38°C im Schatten) tatsächlich an unsere körperliche Belastungsgrenze!
Danach mussten wir erst einmal an der schönen und menschenleeren Bucht von Tizzano ins Meer hüpfen!
Nach der Erfrischung fuhren wir nach Sartène, um uns diese urtümliche Stadt am Berg anzuschauen. Es war Sonntag, die Stadt wie ausgestorben. Nur in der Altstadt war noch etwas los. So wurde der marode Eindruck nochmals verstärkt!
Im Anschluss waren wir noch im Rizzanese - Tal, um dort im Fluss zu baden. An der Spin'a Cavallu, der restaurierten Genueserbrücke, war es eindeutig zu voll, doch weiter oben fanden sich ziemlich menschenleere, schöne große und auch tiefe Badegumpen mit ein paar amüsanten Stromschnellen.
Am nächsten Tag packten wir unser Zelt wieder zusammen und zogen weiter. Noch ahnten wir nicht, dass wir zu einer absoluten Highlight - Etappe aufbrachen. Es ging an den Golf von Porto!
Alleine die Anfahrt über die kleinen Sträßchen am Golfe de Sagnone und durch die Calanche waren schon wunderschön. Auch unser Campingplatz Funtana a l'Ora mit wundervollen individuellen Stellplätzen trug zum Wohlfühlen bei.
Wir waren zwar ziemlich fertig nach dem Zeltab- und -aufbau in der Hitze, aber dieses hübsche kleine Städtchen Porto musste einfach gleich erkunden werden, ehe wir am Stadtstrand badeten. Endlich mal einen Genueserturm besteigen - es wurde ja mal Zeit in unserem Urlaub! Im Aquarium machten wir uns schlau, mit welchen Raubfischen wir im Golf von Porto um die Wette schwimmen konnten. Das Licht in Porto war einfach betörend schön; vor allem die im Abendlicht rot schimmernden Felsen zauberten eine ganz besondere Atmosphäre! Hier wurde der Urlaub langsam zu einem unvergesslichen Erlebnis - bereits so viel wunderschönes erlebt und es nahm einfach kein Ende!
Die nächsten zwei Tage "grasten" wir die nahen Ziele um Porto herum ab. Mal nicht so weit zu fahren, war auch mal sehr schön und auch der Sinn und Zweck unserer Standortwechsel.
Nichts lag näher (nicht nur von der Distanz ...), als am nächsten Tag die Calanche zu erkunden. Bereits auf der Hinfahrt konnte wir die Blicke nicht von der irren Landschaft wenden (auch wenn die Calanche kleiner war, als ich dachte!). Nun bewaffnet mit einem Bildführer für den Skulpturengarten fuhren wir langsam durch die Calanche, um das ein oder andere Tier oder Gesicht zu erspähen. Das war gar nicht mal so einfach, aber die ein oder andere Gesteinsformation konnten wir doch auch ausmachen. Das Herz war natürlich das wichtigste - als ich das auf Photo hatte, war ich glücklich!
Noch vor den Touristenmassen kamen wir nach Piana. Das kleine Dorf war schnell erkundet.
Dann war - Kontrastprogramm war angesagt - heute ein Badetag geplant. Die Fahrerei auf Korsika machte mir ja wenig aus, aber auf der kurvigen Straße hinab zur Anse de Ficajola wurde auch mir ein wenig anders ...
In der kleinen kiesigen Bucht mit dem herrlich klaren Wasser ließ sich wunderbar der Tag verbringen, Klippenspringer sorgten für das Unterhaltungsprogramm. Gegen Abend fuhren wir zum Tête du Chien, um von dort aus zum Château Fort zu wandern. Der Ausblick war umwerfend, das Licht warm mit den uns umgebenden rot leuchtenden Gesteinen.
Eigentlich wollten wir an diesem Abend noch eine Rundwanderung durch die obere Calanche machen, aber wir vertrödelten zu viel Zeit beim Château, außerdem war es immer noch unglaublich heiß, so dass wir uns diese Wanderung für unsere nächste Korsika - Reise aufhoben. Das nächste Versprechen, wieder zu kommen, war besiegelt! Statt dessen gingen wir hervorragend (!) Muscheln essen im Brise de Mer in Porto (nur zu empfehlen!) und schafften es dann mit vollem Bauch gerade noch so hinunter zum Meer, um einen der atemberaubend schönen Sonnenuntergänge von Porto zu erleben. Somit hatte der schöne Tag ein gebührendes Ende!
Am nächsten Tag wollten wir die Schlucht von Evisa wandern. Allerdings wollten wir nicht hoch und auf dem selben Weg wieder runter; deswegen fuhren wir nach Ota, um das klitzekleine Stückchen auf der Landkarte von Ota nach Evisa mit dem Taxi zu fahren ... Eine weitere Lektion, die wir gelernt haben: Nur weil etwas nah auf der Landkarte scheint, ist es noch lang nicht nah! 1/2 Stunde Fahrt später und um 60 € ärmer kamen wir dann in Evisa an und konnten uns auf den Fußmarsch zurück durch die Evisa - Schlucht machen.
Auch wenn wir alles andere als allein auf dieser Wandertour waren, war der alte Maultierweg doch ein Erlebnis, auch wenn ich mir die Schlucht etwas spektakulärer vorgestellt habe. Das Bad in dem Gebirgsfluss war auf jeden Fall sehr erfrischend! Und die beiden Genueserbrücken brachten noch einen weiteren kulturell sehenswerten Aspekt mit in die Wanderung.
Wir kamen gerade noch rechtzeitig in Porto an, um das am spätesten ablegende Boot zu den sehenswerten Küstenabschnitten im Golf von Porto zu erwischen! In einer mehrstündigen Tour besuchten wir die bemerkenswerten Naturreservate La Scandola und das Capo Rosso. In meinem Reiseführer eher nebenbei erwähnt, war ich über alle Maßen erstaunt, was sich hier für eine spektakuläre Naturschönheit bot, wie wild, unzugänglich, naturbelassen dorch auch Korsikas Küsten noch sind! Unerwartete tolle Photomotive boten sich hier, mit denen ich gar nicht gerechnet hatte! Dazu das besondere Licht des späten Nachmittags - dieses Highlight des Urlaubs kam völlig aus heiterem Himmel! Sicher ist es in der Nebensaison jedoch dreifach so schön!
Dies war einer der Tage, wo wir erst wieder nach Sonnenuntergang zum Essen kamen (ich glaube, in keinem bisherigen Urlaub waren meine Tage so "vollgestopft"), aber mit den Kopf voller toller Eindrücke und dem "Tüüüt-tüüüt" der Zwergohreule lauschend ging dieser wunderschöne Tag bei einem Gläschen korsischen Roséwein glückselig zu Ende.
Der nächste Tag führte uns die kurvige D 81 nordwärts bis nach Galéria. Heute war Fango - Tag.
Wir begannen, den Fango an der Meermündung zu erkunden. Das Fangodelta ist ein naturgeschütztes Gebiet, das allerdings per Kajak zu erkunden ist. Da wir sowieso gerne Kajak fahren, war das ein Muss für uns. Es waren zwar eher Plastikschüsseln, auf denen wir durch die Seitenarme des Fangos paddelten, aber das Naturerlebnis war trotzdem einmalig. Die seltenen Vögel waren schwerer auszumachen, aber die links und rechts auf Baumstämmen dösenden Schildkröten in freier Wildbahn zu beobachten war schon etwas ganz Besonderes!
Den Rest des Tages verbrachten wir mit Gumpen - Hopping. Begonnen haben wir bei der Genueserbrücke Ponte Vecchio, wo wir aufgrund der Menschenmassen aber schleunigst die Flucht ergriffen. Bis fast zum Ende der Straße sind wir an diesem Tag gefahren und haben uns immer wieder neue Badestellen gesucht. Der Fango wird nicht mein Lieblingsfluss. Vielleicht habe ich mir auch das darunter vorgestellt, was ich auf Bildern in meiner Kindheit sah: Einsame grüne klare Gumpen unter dunklem Blattwerk. Das ist der Fango nicht. Bemerkenswert schön fand ich jedoch die tolle Sicht auf die wilden Berge!
Am darauffolgenden Tag hieß es zunächst Abschied nehmen vom Meer, denn unsere nächste Etappe führte uns ins Landesinnere, nach Corte. Durch den Vorgeschmack bei der Fahrt nach Evisa freute ich mich auf die Fahrt in die Berge! Dort wartete das noch unberührtere, wildere Korsika!
Zu meiner Schande muss ich gestehen, habe ich erst im Nachhinein gelesen, welch sehenswerte Strecke wir überhaupt gefahren sind. Aber so prallten die tausendfachen Eindrücke auf einen noch nicht vorgebildeten Geist und mit naiven offenen Augen konnte all die Schönheit der Natur aufgenommen werden. Der "Schweinepass" machte seinem Namen alle Ehre! Das Niolo - Becken und die Scala di Santa Regina luden bereits zum Wandern ein. Hier habe ich meinen nächsten "Koffer" stehen gelassen, den ich mir auf meiner nächsten Korsika - Reise wieder abholen muss.
In Corte schlugen wir unser Zelt auf und erkundeten daraufhin gleich die "heimliche Hauptstadt". In sengender Hitze erklommen wir die breiten Treppen zur Altstadt. Ich erwartete Urtümlichkeit - ich bekam auch welche! Was für eine urige Stadt! So richtig wusste man nicht, ob man sich gruseln oder wohlfühlen sollte! Erfrischung fanden wir dann in den wunderschönen und glasklaren Badegumpen der Restonica!
Der nächste Tag ... Eigentlich der Tag, auf den ich mich schon am allerlängsten gefreut habe. Dennoch auch der Tag, wo ich mir bis zum Abend davor nicht sicher war, ob ich ihn nicht besser canceln sollte ... Seit ich das erste Mal meinen frisch gekauften Reiseführer durchgeblättert habe und das Bild vom Melosee in diesem irren Felskessel gesehen habe, wollte ich unbedingt dahin! Dennoch: "Anspruchsvolle Hochgebirgstour" mit 700 Höhenmetern - das muss man erstmal laufen!
Allein die Fahrt bis hoch zum Parkplatz über die schwindelerregend enge Piste war schon ein Abenteuer! Mit Tatendrang, Neugierde und Entdeckerfreude stapften wir über den felsigen Weg nach oben. Wir wählten die "schwierige Variante", die durch Ketten und Leitern ein wenig Abwechslung in der Wanderung bot.
Bis zum Melosee war der Weg rasch gegangen, die Kondition noch nicht auf die Probe gestellt. Nach einer kurzen Rast mit korsischer Salami ging es weiter bergan zum Capitellosee. Das war dann doch schon etwas für Fortgeschrittenere! Wir bemühten uns dennoch, rasch vorwärts zu kommen, denn hinter uns kletterten die Massen in die Berge - es war neben Hochsaison auch noch Nationalfeiertag.
Am Capitellosee waren wir überrascht, wie fit wir noch waren - nun waren es nur noch knapp 200 m Höhenmeter bis auf den GR 20 - sollte doch ein Kinderspiel sein! Denkste!
Erfreulich war: Am Capitellosee ließen wir den Großteil der Menschen hinter uns. Welcher "Bekloppte" läuft ja auch diesen Weg?! Ich muss zugeben, auf den letzten Höhenmetern, fast senkrecht an der Wand, unter den Schuhen fast nur loses Geröll, hatte ich Angst! Völlig ohne Sicherung kletterten wir den Abhang hinauf, bis wir endlich auf dem berühmten Weitwanderweg standen. Jetzt wusste ich, was der Wanderführer mit "Schwindelfreiheit nötig" meinte: Links und rechts des Trampelpfades ging es tief in die Täler hinab. Der Wind pfiff durch die Felskanten, der Blick war weit über unzählige Berggipfel, keine Vegetation, nur ein paar widerstandsfähige Gräser konnten sich in dieser menschenfeindlichen Gegend halten. Nördlich kraxelten gerade ein paar Weitwanderer mit Rucksäcken senkrecht an einer mit Seilen gesicherten Bergwand hinauf - wir wandten uns ganz schnell südlich und "stapften" los ... besser: Wir stolperten los, suchten den Weg, kletterten über natürliche Hindernisse, verzweifelten gar an dem ein oder anderen unüberwindbar scheinenden Meter Weg. Die ersten Meter an diesem wirklich engen Stück GR 20 praktisch auf dem Gebirgsrücken hatte ich wirklich Panik, wie wir uns an den Felsen vorbeidrückten und empor- und hinabkletterten! Das war eine Grenzerfahrung!
Später wurde es dann etwas einfacher, der Gebirgsrücken etwas breiter. Ein paar Weitwanderer kamen an uns vorbei, ein paar drahtige, offensichtlich erfahrene Wanderer, die den Weg eher federnd entlanghopsten (den Monte Cinto schon hinter sich); ein junges Paar, stochernd mit ihren Treckingstöcken und offensichtlich schwer bepackt (den Monte Cinto noch vor sich). Der Blick auf den Melosee offenbarte sich. Die Begeisterung steigerte sich. Der pfeifende Wind, die besondere Atmosphäre auf dem Dach Kosikas, der Weitblick, die nur ab und an unterbrochene Einsamkeit, das menschenfeindliche Umfeld - all das wurde allmählich zu einem unvergesslichen faszinierenden Erlebnis, was man wieder erleben wollte! Als wir den Abstieg zum Melosee erreichten, packte mich sofort die Sehnsucht zum GR 20. Wehmütig glitt der Blick immer wieder zurück hinauf auf den Grat, als wir durch Laubgehölz, blanke Felsplatten und weiche Grasmatten hinab stiegen. Doch das Paradies, was uns beim Abstieg erwartete, machte den Abschied vom Berg wieder gut. Kühe grasten und bimmelten auf den einsamen Wiesen, ein kleines Bächlein schlängelte sich hindurch. Eine tiefe Schlucht eröffnete sich plötzlich, an dessen Seite wir wieder hinab stiegen zum Melosee. Dort war es wieder vorbei mit der Einsamkeit. Bei Chéz Felix gönnten wir uns noch ein gebirgsbachgekühltes Getränk, dann waren wir nach 8 Stunden intensiven Wandererlebnis wieder am Auto. In der Restonica in einer wunderschönen einsamen Badegumpe kühlten wir die qualmenden Füße und wuschen uns den Staub aus den Haaren und sanken diesen Abend glücklich und rechtschaffend müde in unseren Schlafsack!
Am folgenden Tag brachen wir auf zu unserer letzten Etappe auf Korsika: Wir fuhren nach St. Florent. Nach dem Zeltabbau schauten wir uns das hübsche, wenn auch quirlige kleine Städtchen an. Auch abends, nach einem Bad am Stadtstrand von St. Florent, liefen wir nochmals in das Städtchen vorbei an den im Hafen schaukelnden Booten, um zu Abend zu essen. Im Abendlicht leuchteten die Häuschen nochmal so schön.
Am nächsten Tag freuten wir uns schon auf unser nächstes Ziel: Wir fuhren in die Zitadellenstadt Calvi.
Wir kamen an diesem Tag etwas spät los und kamen in L'Ile Rousse und Calvi in den Hochsaison - Stau. Aber auch bereits am Vortag in St. Florent fiel uns auf, dass es langsam trubeliger wurde auf Korsika. Wir wussten nicht, ob wir einen Kulturschock nach unserer Etappe im Landesinneren erlitten, ob es an der fortgeschritteneren Hochsaison oder vielleicht einfach am Norden der Insel lag: Nie vorher kam es uns so voll auf Korsika vor wie dort.
In Calvi parkten wir unser Auto gleich am Ortseingang und liefen dann einfach am Strand entlang in die Stadt. Von dort konnten wir den ohnehin schönsten Blick auf die Stadt in vollen Zügen genießen!
Der gepflegte, blumengeschmückte Hafen von Calvi war ein Augenschmaus! Wir umrundeten die Zitadelle und genossen die Ausblicke, dann durchstreiften wir jede Gasse. In der Unterstadt hielten wir uns nicht länger auf, weil es uns einfach zu trubelig war.
Auch das Baden anschließend verbanden wir mit Sightseeing: Wir steigen hinab an der Bucht Anse de Peraiola, wo der Ostriconi in das Meer mündet. Der Blick auf die Bucht war einfach wunderschön - auch etwas, worauf ich mich schon sehr lange gefreut hatte! Durch den seit Tagen kräftigen Westwind hatten wir auch eine äußerst gehörige Brandung und einen Badespaß der besonderen Art!
Am folgenden Tag setzten wir das in die Tat um, woran ich damals beim Ankommen mit der Fähre schon dachte: Wir erkundeten das Cap Corse. Ich hatte mich schon lange vor der Reise mit diesem Vorhaben auseinandergesetzt und freute mich entsprechend auf diesen abwechslungsreichen Tag. Auf der anderen Seite war es auch langsam das Zeichen, dass es auf das Ende des Urlaubs zuging. So genossen wir jeden Augenblick bei der Rundreise um den nördlichen Finger Korsikas.
Zuerst führte uns der Weg nach Erbalunga. Das pittoreske Dörfchen bestach vor allem mit den überall dicht wuchernden, bunt blühenden Sträuchern an dem kleinen malerischen Hafen mit dem kleinen Genueserturm.
Weiter ging es in das mächtige Rogliano, was wuchtig am Hang klebte.
Von da aus mussten wir natürlich an der Moulin Mattei halten, von wo aus wir einen tollen Blick bis nach Italien hatten. Von dort aus sahen wir auch schon unser nächstes Ziel: Centuri - Port, wo wir bei Le Langoustier eine Meeresfrüchteplatte aßen.
Es war schon Nachmittag, als wir dann in Nonza waren, wo wir den (nun hoffentlich doch ...) Genueserturm bestiegen und den Ausblick genossen. Am schwarzen, fast menschenleeren Strand von Nonza gingen wir dann auch baden.
Cap Corse zu umfahren war wirklich, wie Korsika nochmals in Klein erleben: Der sanftere Osten, der wildere Osten mit den tiefen Buchten; sogar einen Küstenabschnitt gab es, der an die Bucht von Porto erinnerte; die Kreidefelsen im Süden - es war noch einmal eine Fahrt, die alles bisher Gesehene ins Gedächtnis rief und schon vor der eigentlichen Abfahrt Sehnsüchte weckte ...
Was wäre ein Urlaub an der Dêsert des Agriates, ohne einmal an den Traumstränden Saleccia und Loto gewesen zu sein? Wir nahmen uns für dieses besondere Badeerlebnis einen ganzen Tag Zeit - auch, um kurz vor der Heimfahrt noch einmal das Baden, die Sonne und das Meer in vollen Zügen zu genießen und auszukosten.
Morgens ließen wir uns mit einem Taxiboot zum Strand von Saleccia fahren. Wir waren fast noch ganz alleine am Strand. Der feinsandige Strand, das türkise, glasklare Wasser, die ankernden Boote, die Wärme und Sonne - es war traumhaft! Hier konnten wir noch einmal richtig die Seele baumeln lassen, einfach nur Freude am Sein empfinden und uns sattsehen an der karibisch anmutenden Schönheit.
Gegen Mittag wurde es langsam voller und irgendwann brachen wir auf, um durch die Dêsert zum Strand von Loto zu laufen. Auch dies war ein schöner Weg, die Hitze war unbarmherzig, der Blick auf den Strand von Loto umwerfend.
Am Strand von Loto erfrischten wir uns kurz, bevor uns das Boot wieder Richtung St. Florent abholte.
An unserem letzten "richtigen" Urlaubstag auf Korsika erkundeten wir die Dörfer der Balagne. Über enge kurvige Straßen ging es hinauf in die Berge. Unser Weg führte uns zunächst in das hübsche Pigna, dann nach Sant'Antonino, was wie ein Adlerhorst um den Berg herum klebte. Das war genau nach meinem Geschmack: Durch enge Gassen streifen, durch Tunnel kriechen, an jeder Ecke und hinter jedem Felsen etwas neues entdecken: Vor allem Sant'Antonino glich einem Labyrinth! Wir aßen in einem kleinen Laden in Sant'Antonino sehr gut und billig (!) zu Mittag, kauften den halben Laden leer, der voll war mit hausgemachten Konfituren, Weinen, etc. und fuhren dann in eines der höchstgelegenen Dörfer der Balagne, nach Mausoléo. Dort hatten wir einen Esel gemietet, mit dem wir eine Halbtageswanderung zum Dorf Olmi - Capella über alte Maultierpfade unternahmen.
Was hatte ich mich schon Wochen vor der Reise auf die Tour mit dem Esel gefreut! Und es war auch etwas besonderes! Auch wenn das sture Vieh erst nicht laufen wollte! Ich glaube, dem war auch zu heiß! Irgendwann hat er sich seinem Schicksal ergeben - er musste auch nicht schwer schleppen, nur unsere Wasservorräte. Ich habe ihn auch zum Fluss geführt, aber trinken wollte er offenbar nicht. Offensichtlich sind Esel äußerst soziale Tiere, die einfach nur gerne bei ihren Artgenossen sein wollen. Unterwegs trafen wir einen weiteren Esel - Wanderer und das I-Ah untereinander war herzerweichend! Bergabwärts war es ein wenig "unheimlich", einen Esel zu führen - wer weiß, ob er einen umrennt oder auf die Füße tritt?
Es war auf jeden Fall eine besondere Erfahrung; die Idee war geboren, auf der nächsten Reise eine Mehrtages - Trekkingtour mit zwei Eseln zu unternehmen, die das Zelt, die Schlafsäcke und Vorräte tragen können.
Es war schon später Nachmittag, als wir zu unserem letzten Tagesziel kamen: Das Balagne - Dorf Speloncato. Wir durchstreiften die schattigen, leeren Gassen, während die alten Herren Boule spielten und die alten Damen in Kittelschürzen in Gruppen vor den Häusern und am Dorfplatz saßen und den Dorftratsch weitertrugen. Was für eine Atmosphäre!
Mit den letzten Sonnenstrahlen des Tages tauchten wir ein letztes Mal ins Meer von Korsika vor unserem Campingplatz bei St. Florent und genossen unseren letzten Abend auf dieser traumhaften Insel.
An unserem Abreisetag waren wir schon gegen 10:00 Uhr am Hafen von Bastia, so dass wir noch genügend Zeit hatten, ein wenig die Stadt zu erkunden. Über den Place St. Nicolas liefen wir zum Vieux Port und genossen dort den fantastischen Blick auf die Kirche Saint-Jean-Baptiste mit den davor ankernden, schaukelnden Booten. Auch für die Zitadelle reichte noch die Zeit und mit Blick auf die südlichen Ausläufer der Stadt kamen die Erinnerungen hoch, wie wir vor knapp 3 Wochen die Straßen in südliche Richtung nahmen, um voller Vorfreude unseren Urlaub zu beginnen! ... gegen eine zweite Runde hätte ich nichts einzuwenden gehabt! ...
Als wir zurück liefen zum Hafen, sahen wir unsere Fähre einlaufen. Ich erinnerte mich, wie ich vor drei Wochen von der Fähre fuhr und in die Gesichter der wartenden Personen blickte, die darauf warteten, in die umgekehrte Richtung auf die Fähre zu fahren. Alle sahen traurig aus. Sie taten mir damals leid. Heute würde ich zu diesen Personen gehören.
Ich beobachtete die Autos und WoMos, die aus der Fähre in ihren Urlaub starteten, freute mich für sie. Sie würden eine wundervolle Zeit verbringen! So nah liegt Glück und Leid zusammen ...
Unsere Fähre war ganz anders wie auf der Hinfahrt. Diese war viel größer, sogar einen Pool gab es!
Mit schwerem Herzen ließen wir Bastia hinter uns, rekapitulierten mit dem Blick auf Cap Corse unsere Rundreise ... und ein besonders glücklicher Zufall bescherte uns noch einen besonderen Moment, als Delfine ganz nah an unserer Fähre vorbeisprangen!
Unsere Rückreise nach Hause dauerte noch zwei Tage; nach der Ankunft in Livorno fuhren wir langsam über Lerici und den Lago Lugano zurück.
Der Kindheitstraum um die grünen Badegumpen im dichten Wald - wurde dieser wahr? Wurden meine Erwartungen an Korsika erfüllt? Nein - sie wurden übertroffen! Ich hätte mir nie erträumen lassen, was für karibische Strände uns auf Korsika erwarten! Ich hätte nie gedacht, wie fantastisch die Zitadellenstädte sind, wie traumhaft Bonifacio liegt. Ich habe nicht erwartet, wie dicht die Naturschönheiten gesät sind und wie viele ich "links liegen lassen muss", um diese Rundreise zu machen.
Eine dreiwöchige Rundreise war im Rückblick Quatsch. Es war eine tolle Reise, jeden Tag hatten wir fantastische Einblicke in Land und Leute. Aber drei Wochen Nord - Korsika und drei Wochen Süd - Korsika wären der Insel wohl besser gerecht geworden.
Ich habe nach jeder Etappe das Gefühl gehabt, nur einen Streifzug gemacht zu haben, und hätte noch so viele Ziele gehabt! Und ich habe die Gewissheit, noch viel zu wenig erwandert zu haben! Ich glaube, es warten noch eine Menge grandiose Wandererlebnisse auf Korsika!
Insgesamt ist dieser Urlaub wohl als ein gelungener "Einstieg" in die Insel Korsika zu werten. Ich weiß nun, was sie ausmacht und was für Unmengen an Möglichkeiten auf ihr schlummern!
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